Indeland

Zeitraum
seit 1999

Anlass
Im Rheinischen Braunkohlerevier, das rund 15% des deutschen Stroms liefert, müssen nach ressourcenintensivem Abbau der Kohle über 30.000 Hektar Tagebaufläche rekultiviert werden. Ausgangsfrage war, ob das Restloch des Tagebaus Inden II, der als erster beendet wird, nach geltender Braunkohleplanung verfüllt werden oder aber als Restsee verbleiben soll.

Zielgruppe
Kommunale Körperschaften, u.a. Gemeinde Inden, Kreis Düren, Landesplanung NRW, RWE Power AG, Vertreter verschiedener Interessen, u.a. Landwirtschaft, Kirchen, Bürger.

Beschreibung
Verfüllung bedeutet im Fall Inden den Transport von rund 1,4 Mrd. Tonnen Abraummaterial. Der Restsee hätte eine Fläche von über 1.100 Hektar und wäre damit größer als z.B. der Tegernsee. Die Stiftung zeigt die enormen gesellschaftlichen Potenziale auf, die durch eine nachhaltige Landschafts-gestaltung mit Wasser entstehen können. In einem moderierten Prozess, der seit 1999 durch die Stiftung, seit 2003 im Auftrag der Gebietskörperschaften betrieben wird, wurden konkrete Gestaltungs- und Präsentationselemente für eine "Wasserlandschaft Inden" gesucht. Seit der EuRegionale 2008 präsentiert sich der Raum als "indeland".  Die kommunalen Interessen werden in der Entwicklungs-gesellschaft indeland gebündelt.  Die Stiftung ist beratend im Aufsichtsrat vertreten.

Beteiligte

ASKB (Idee, Initiative, Moderationsplattform)
indeland Entwicklungsgesellschaft mbH, Düren (Umsetzung)
BKR Aachen (fachliche Begleitung und Moderation)

Status
Den Projektstand zur EuRegionale 2008 entnehmen Sie bitte der Datei im Downloadbereich. Ein Gutachten der Prognos AG aus dem März 2008 klärte die regionalwirtschaftlichen Effekte einer Seelösung (s. Link). Im Dezember 2008 fiel die Entscheidung in den politischen Planungsgremien zugunsten der Seelösung. Mit der Seebefüllung wird voraussichtlich 2030 begonnen, eine beschleunigte Befüllung bis evtl. 2055 wird überprüft.

Seit März 2008 läuft der Szenarienprozess.

Ein neuer Masterplan für indeland: Derzeit leistet die Stiftung Vorarbeiten für die Aktualisierung.

Veranstaltungen

Februar 2007: Zukunftslabor indeland - Perspektiven für das Rheinische Braunkohlerevier nach der Kohle " mit der Euregionale 2008 Agentur

September 2008: Freischaltung der neuen Website für die Zukunft der Region www.zwanzig50.de

Weitere Informationen

Grünmetropole
"indeland" ist ein Teil der Grünmetropole,. Die Grünmetropole liegt in dem Teil der Euregio Maas-Rhein, in dem Jahrunderte die Rohstoffgewinnung im Mittelpunkt stand und das tägliche Leben bestimmte. Das grenzüberschreitende Projekt „Grünmetropole“ will das neue Bild unserer Heimat sowie die heutigen Funktionen der industriellen Standorte und die grünen Landschaftszüge den Menschen näher bringen. Grünmetropole