Regionaler Strukturwandel

Anfang der 2000er Jahre bewarb sich die Region rund um Aachen erstmals als 3-Länder-Regikon D-NL-B für die „Regionale 2008“ des Landes NRW. Die Stiftung leistete einen grundsätzlichen Beitrag, indem sie thematische Klammern und Teilprojekte entwickelte.

"Route der Ressourcen"

Anfang der 2000er Jahre bewarb sich die Region rund um Aachen erstmals als 3-Länder-Region D-NL-B für die "Regionale 2008" des Landes NRW. Die Stiftung leistete einen grundsätzlichen Beitrag, indem sie thematisch Klammern und Teilprojekte entwickelte.

Eine der thematischen Klammern für die gesamte 3-Länder-Regikon D-NL-B sind die reichhaltigen Rohstoffvorkommen, durch diese war die Region führend im frühen Industrialisierungsprozess des 19. Jahrhunderts, hier entstanden die allerersten Industriestandorte, z.B. Eschweiler Bergverein als erste deutsche Bergbau AG. Dieses Konzept wird anhand einer konkreten Route durch die 3 Länder der Region von Hasselt bis nach Inden dargestellt. Diese "Route der Ressourcen" ist sowohl historischer Rückblick und Anker, stellt aber auch Ansatzpunkt künftiger Cluster-Bildungen neuer Industrien dar. 

Die "Regionalen" sind ein Regionalentwicklungsprogramm, mit dem das Land einzelne Regionen in den Fokus stellt. Die "EuRegionale 2008" sollte erstmals ein grenzüberschreitendes Projekt sein.

In der Region Maas-Rhein hat die Nutzung von Rohstoffen zentrale Bedeutung, seitdem sie Pioniergebiet in der Frühindustrialisierung Mitteleuropas wurde. Heute ist die Region Kerngebiet der europäischen Industrielandschaft des 21. Jahrhunderts. Es vollzieht sich ein Wandel in der Nutzung von "harten" Rohstoffressourcen zu "weichen" Wissens- und Life-Science-Faktoren. Das aus dem Zusammentreffen verschiedener Lebensräume entstandene Know How, wie z.B. Multikulturalität, Sprachwissen, etc. schafft die Möglichkeit einer neuen Definition nachhaltiger Entwicklung im Kontext der europäischen Gemeinschaft. Diese Idee sollte anhand einer konkreten Reiseroute durch die trinationale Region im wahrsten Sinne des Wortes "erfahrbar" sein. Dieses Konzept wurde in der ersten Auftaktveranstaltung nach dem Zusage des Landes zur Förderung der "EuRegionale 2008" im Frühjahr 2002 dargestellt, die Stiftung organisierte Bereisungen und erstellte Dokumentationen dieser Route. Im Rahmen der EuRegionale 2008 wurde dieses Ansatz der Stiftung unter der Bezeichnung "Grünmetropole" weitgehend unverändert übernommen.

Website

www.gruenmetropole.eu

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"Profil21/profiel21" - Projekt für die Entwicklung der Grenzregion zu den Niederlanden

Die deutschen Städte Herzogenrath und Übach-Palenberg sowie die niederländischen Gemeinden Landgraaf und Kerkrade (kurz: HÜLK) haben eine traditionell enge Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Sie beauftragten die Stiftung mit der Erstellung eines Konzeptes für ein Projekt anlässlich der EuRegionale 2008. Die Idee des Projektes war, dass eine Vielzahl von Teilprojekten mit ökologischem, sozialem und wirtschaftlichem Hintergrund die Entwicklung des gemeinsamen Raumes für das 21. Jahrhundert gleichsam markiert. Der Raum hat in den vergangenen 100 Jahren eine sehr wechselvolle Entwicklung durch Strukturbrüche, politische Auseinandersetzung und wechselnde Grenzverläufe erlebt. Durch ein Portfolio von gemeinschaftlichen Projekten, die sich zu einer Gesamtsicht des Raumes ergänzen, sollte eine Messlatte für eine stabile Entwicklung der kommenden Jahrzehnte gelegt werden. Kern und gemeinsames Entscheidungskriterium sollte ein Bürgerbeteiligungsprozess sein, indem neue Formen direkter Demokratie erprobt werden. 

Der Projektvorschlag wurde einhellig von der Politik angenommen, bei der konkreten Umsetzung traten aber erhebliche Abstimmungsprobleme, insbesondere beim Bürgerbeteiligungsprozess auf, sodass das zur EuRegionale 2008 umgesetzte Projekt nicht mehr tragfähig war.

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Nachhaltigkeitsindikatoren

Auf die StädteRegion kommen in der Zukunft erhebliche Herausforderungen zu. Neben regionalen Besonderheiten spielen dabei Umwälzungen globaler und nationaler Rahmenbedingungen eine Rolle, die Auswirkungen auf die konkrete Lebenssituation in der StädteRegion haben. Eine Gruppe Wissenschaftler und Entscheider aus Verwaltung und Verbänden hat auf Initiative der Stiftung einige dieser Herausforderungen beschrieben und Handlungsfelder abgeleitet, die sich für die StädteRegion daraus ergeben. Aus den Handlungsfeldern wurden teils unkonventionelle aber aussagestarke Messgrößen abgeleitet, die in sinnvollen Zeitabständen ermittelt und zusammengefasst werden sollen. Die StädteRegion wollte oder konnte diese Indikatoren nicht übernehmen.

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