Aachener Foren 2000 - 2004

Das Aachener Forum -  ein neuartiges Veranstaltungsformat zwischen Werkstattbericht und regionaler Wissensplattform. International bekannte Galionsfiguren der Nachhaltigkeitsbewegung standen der Stiftung zum Gedankenaustausch und für Anregungen bereit. Mit dem „Forum“ wollte die Stiftung die Öffentlichkeit am internen Denkprozess teilhaben lassen, bekannte Referenten   konnten einem regionalen Publikum ihre Ansätze aus erster Hand erläutern.

Wie kann eine Wirtschaft aussehen, die nachhaltig Ressourcen schont und damit die Zukunft unserer Kinder und Enkel sichert? Wie werden sie leben? Wie werden sie arbeiten? Welche Weichen müssen heute gestellt werden? 

Das sind die Fragen, die die Stiftung bewogen hat, im Herbst 2000 die Veranstaltungsreihe der Aachener Foren ins Leben zu rufen. Der Diskurs um Nachhaltigkeit, um Ressourcen sollte aus den Expertenzirkeln heraus - in die Öffentlichkeit hinein, an die Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie. 

Die ersten drei Foren wurden dokumentiert, die Hefte sind vergriffen, können aber im Downloadbereich als pdf heruntergeladen werden:

  1.  Aachener Forum mit Dennis Meadows, Friedrich Schmidt-Bleek, Fritz Vahrenholt, Walter Stahel
  2. Aachener Forum mit Jaqueline Aloisi de Larderel, Janine Ferretti, Alois Flatz, Martin Viehoever, Claude Fussler
  3. Aachener Forum mit Wouter van Dieren, Bernd Meyer, Franz Josef Radermacher, Jörg Tremmel
  4. Aachener Forum mit Ulf Merbold, Mathis Wackernagel, Michael Northrop


Einführung in das Thema Ressourcen allgemein

Die meisten Umweltprobleme lassen sich auf einen nicht nachhaltigen Stoffaustausch zwischen dem Wirtschaften menschlicher Zivilisationen und der Natur zurückführen. Es werden der Natur einfach zu viele Rohstoffe entnommen. Sie landen in Produkten, in Infrastrukturen, in Dienstleistungen. Ein großer Anteil wird als Abfall, Emissionen in Wasser, Boden und Luft und als Schadstoffe wieder in die Natur zurückgegeben. So ist auch die auf menschliches Handeln zurückzuführende Klimaveränderung an sich kein Problem. Sie ist ein Symptom - ein Symptom eines aus den Fugen geratenen Kohlenstoffkreislaufs: Es wird viel mehr Kohlenstoff aus dem Boden geholt und verbrannt, als die Natur in Form von Pflanzen der Atmosphäre entnehmen kann. Über Jahrtausende eingespielte sensible Kreisläufe geraten aus dem Lot, der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre steigt und entfaltet sein Treibhauspotenzial. Das Ziel der Projektfamilie Ressourcen der Stiftung war, die Wahrnehmung des Stoffaustausch-Problems zu steigern und an konkreten Projekten zu zeigen, wie eine Reduktion dieses Stoffaustauschs um einen Faktor X ganz praktisch funktionieren kann. 

In den Projekten spiegelt sich ebenfalls eine Lernkurve der Stiftung: Ein Beginn mit den Aachener Foren, die in das Thema einführten und Schwerpunkte gesetzt haben. Gefolgt von makroökonomischen Studien, über den Sinn der Steigerung der Effizienz, mit der Ressourcen eingesetzt werden, deren Ergebnisse noch zehn Jahre später zitiert werden und die einen wichtigen Beitrag zur Verankerung von Ressourcen in der Politik geleistet haben. Begleitet durch Preise und klassisches Lobbying für diese Ideen und schließlich konkrete Projekte zur Umsetzung beim Bauen und Wohnen, dem Wirtschaftssektor mit dem höchsten - nicht nachhaltigen - Stoffaustausch zwischen Mensch und Umwelt.


Archiv - die historischen Projektseiten der alten Website zum damaligen Projektstand

2013: 5. Aachener Forum
Die Reihe der Aachener Foren hat in den Jahren 2000 bis 2005 Vordenker und Ikonen der Nachhaltigkeit präsentiert. Sie haben über globale Fragestellungen referiert, Herausforderungen hergeleitet und Lösungsansätze skizziert. Unter anderen haben Dennis Meadows und Friedrich Schmidt-Bleek, Walter Stahel und Mathis Wackernagel stets für ein "volles Haus" gesorgt.
2005: Aachener Forum
Mit den Aachener Foren soll der Diskurs um Faktor X Ressourcenproduktivität, aus den Expertenzirkeln heraus, in die Öffentlichkeit hinein getragen werden.