RIO Preise 2001 - 2008

Gegen den Vorwurf, Nachhaltigkeitskonzepte seien realitätsfremd, wollte die Stiftung mit konkreten Produkten beweisen, dass Nachhaltigkeit unternehmerische Vorteile bringen kann. Der R.I.O. Award - gezielte Suche nach ressourceneffizienten Produkten und frühes Vorbild für heute renommierte nationale Preise für Ressourcenschonung.

Wie sehen ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistungen aus? Zum Zeitpunkt der Konzeption des Wettbewerbes Ressourcen-Input-Optimierter Produkte und Dienstleistungen gab es kaum eine Vorstellung davon. Die Jury des ersten Wettbewerbes 2002 unter Vorsitz von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek kürte ein innovatives Pflanzenschutzkonzept zum Sieger: Bayers Appeal, eine Kombination aus einem Pheromon, das gezielt männliche Apfelwickler anlockt und anschließend tötet. Damit wird die Vermehrung von Apfelwicklern verhindert, die in Obstplantagen einen großen Schaden anrichten. Der Wettbewerb wurde in den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2006 ausgeschrieben.



Preisverleihungen

2002 wird er erste R.I.O. Innovationspreis ausgelobt. Wie sieht ein intelligenter Umgang mit Ressourcen aus? Welche Produkte und Dienstleistungen bringt ein R.I.O. Economy hervor? Auf diese Fragen wurden Beispiele gesucht, gefunden und in einer Veranstaltung prämiert.
5. September 2005 - Verleihung des R.I.O. Innovationspreises, Schmallenberg - Sauerland


Einführung in das Thema Ressourcen allgemein

Die meisten Umweltprobleme lassen sich auf einen nicht nachhaltigen Stoffaustausch zwischen dem Wirtschaften menschlicher Zivilisationen und der Natur zurückführen. Es werden der Natur einfach zu viele Rohstoffe entnommen. Sie landen in Produkten, in Infrastrukturen, in Dienstleistungen. Ein großer Anteil wird als Abfall, Emissionen in Wasser, Boden und Luft und als Schadstoffe wieder in die Natur zurückgegeben. So ist auch die auf menschliches Handeln zurückzuführende Klimaveränderung an sich kein Problem. Sie ist ein Symptom - ein Symptom eines aus den Fugen geratenen Kohlenstoffkreislaufs: Es wird viel mehr Kohlenstoff aus dem Boden geholt und verbrannt, als die Natur in Form von Pflanzen der Atmosphäre entnehmen kann. Über Jahrtausende eingespielte sensible Kreisläufe geraten aus dem Lot, der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre steigt und entfaltet sein Treibhauspotenzial. Das Ziel der Projektfamilie Ressourcen der Stiftung war, die Wahrnehmung des Stoffaustausch-Problems zu steigern und an konkreten Projekten zu zeigen, wie eine Reduktion dieses Stoffaustauschs um einen Faktor X ganz praktisch funktionieren kann. 

In den Projekten spiegelt sich ebenfalls eine Lernkurve der Stiftung: Ein Beginn mit den Aachener Foren, die in das Thema einführten und Schwerpunkte gesetzt haben. Gefolgt von makroökonomischen Studien, über den Sinn der Steigerung der Effizienz, mit der Ressourcen eingesetzt werden, deren Ergebnisse noch zehn Jahre später zitiert werden und die einen wichtigen Beitrag zur Verankerung von Ressourcen in der Politik geleistet haben. Begleitet durch Preise und klassisches Lobbying für diese Ideen und schließlich konkrete Projekte zur Umsetzung beim Bauen und Wohnen, dem Wirtschaftssektor mit dem höchsten - nicht nachhaltigen - Stoffaustausch zwischen Mensch und Umwelt.


Archiv - die historischen Projektseiten der alten Website zum damaligen Projektstand

2008: R.I.O. Award
Wie reagieren Unternehmen auf die Herausforderung von Faktor X? Wie sehen innovative Produkte aus, die Kundennutzen mit einem Bruchteil der Ressourcen befriedigen?